Initiative Matiullah

Organisation

Am 13.April 2018 wurde Matiullah J. in Fulda vor dem Flüchtlingslager in dem er wohnte von der Polizei erschossen. Fünf Polizisten war es nicht möglich einen Jugendlichen ohne ihn zu töten festzunehmen. Angeblich aus Notwehr wurden 12 Schüsse aus nur einer Waffe abgegeben – vier Schüsse davon waren Treffer. Die afghanischen Geflüchteten in Fulda stehen seitdem wegen der Aufmerksamkeit, die der Tod von Matiullah und ihre Spontandemo danach erzeugt haben, massiv unter Druck. Die Einschüchterungsversuche fanden am Montag den 30.04.2018 mit einer Kundgebung in Fulda von AFD und der Identitären Bewegung ihren vorläufigen Höhepunkt.


Nur eine Woche nach Matiullahs Tod war der Polizist, der ihn erschossen hat, wieder im Dienst gewesen. Und dies obwohl die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen waren. So kam die Staatsanwaltschaft zu dem für uns nicht überraschenden Ergebnis die Ermittlungen im Frühjahr 2019 einzustellen. Währenddessen wurde bekannt, dass der rechtsextreme Polizeiskandal in Hessen, auch das Polizeipräsidium in Fulda betrifft.

Nach dem auftauchen eines Handyvideos, gedreht von einem Polizeianwärter, indem ersichtlich wurde das fünf, anstatt wie zuvor angegeben vier Polizisten vor Ort waren, wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen. Doch auch diesmal wurden sie nur ein halbes Jahr später wieder eingestellt.

Wir unterstützen die Angehörigen in Afghanistan und fordern eine unabhängige und lückenlose Aufklärung des Falles. Deswegen waren wir an Matiullahs 1.Todestag 2019 in Fulda und forderten einmal mehr Gerechtigkeit für ihn. Zudem fordern wir ein Denkmal für Matiullah an der Todesstelle von der Stadt errichten zu lassen. Daraufhin traf uns neben der negativen Presseberichterstattung, eine Repressionswelle der Polizei mit insgesamt sechs Anzeigen.

Durch die Anwältin der Familie konnte eine Beschwerde erfolgreich eingereicht werden und so wurden diesen Sommer die Ermittlungen zum dritten mal aufgenommen. Um die juristischen Kosten stemmen zu können, sind wir auf eure Spenden angewiesen. Bitte beteiligt euch, damit wir auch weiter an dem Fall dran bleiben können, denn dies ist kein Einzelfall. Am 17.8.2019 wurde ein weiterer afghanischer Geflüchteter namens Aman Alizada, in seiner Unterkunft in Stade von der Polizei erschossen. Diesmal waren sechs Polizisten anwesend. Mehr zu dem Fall findet ihr auf der Internetseite des Flüchtlingsrat von Niedersachsen.

Spenden unter dem Verwendungszweck „Matiullah“ an:

Migrant Support Network e.V.

DE78 4306 0967 1018 6777 00

GENODEM1GLS

Aktuell sammeln wir Spenden für Repressionskosten auch hier:

https://www.betterplace.org/de/projects/86061-spende-fuer-repressionskosten-nach-demo-in-fulda

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